Interview mit Dieter Ortmann Energiewender und Solarunternehmer aus Leidenschaft und Überzeugung

NEM: Herr Ortmann, Sie sind in Thüringen eine der führenden Firmen in Sachen Solartechnik, Speichertechnik und Infrarotheizungen. maxx-solar hat über 1500 Projekte seit 8 Jahren durchgeführt, macht Sie das stolz ?

DO: Ein wenig schon, aber es ist nicht Anzahl der Projekte, sondern dass wir intensiv mithelfen klimafreundliche Energie zu erzeugen und damit jeden Tag unseren Planeten wieder ein bisschen besser machen.

NEM: Das machen Sie nicht nur in Deutschland? Sie sind auch in Afrika tätig?

DO: Stimmt, vor 5 Jahren habe ich in Südafrika begonnen unsere Idee der dezentralen Energieversorgung umzusetzen. Allerdings mussten wir feststellen, dass das nicht so einfach geht wie in Deutschland. Afrika hat sehr viele gute Voraussetzungen. Was dem Kontinent fehlt, ist Bildung. Daher haben wir mit dem Landesverband der DGS Thüringen die maxx-academy gegründet und bilden dort Menschen aus, die im Solargeschäft Erfolg haben wollen.

NEM: Das ist spannend. Hat das System Erfolg.

DO: Wir haben in dieser Zeit über 1200 Kursteilnehmer geschult und sind damit einer der größten Solarschulen in Afrika. In diesem Zeitraum haben wir auch diese Idee nach Tansania und Ägypten „exportiert“. An 2016 werden auch Kurse in Namibia, Botswana, Sambia, Simbabwe  und Lesotho beginnen. Diese Entwicklung macht uns schon ein wenig stolz, da in diesen Ländern mit Strom eine unglaubliche Entwicklung zu sehen ist. Viele Kursteilnehmer werden zu Kunden, die zukünftig Material bei uns kaufen

NEM: Dann ist das ja richtige Entwicklungshilfe.

DO: Ja, in beide Richtungen. Wir haben in Afrika viel gelernt, wie Photovoltaik auch ohne EEG funktioniert. Daher sind unsere Eigenverbrauchslösungen in Deutschland sehr gefragt, weil Sie schon viel weiter durchdacht sind.

NEM:  Stimmt es dass sie als Unternehmer 24 Stunden für die Firma da sind

WH: Ja das stimmt nach dem schlafen beginnt mein Tag mit Arbeit und endet mit Arbeit, aber es macht unglaublich viel Spass!

NEM: Stimmt es dass sie Elektroauto fahren

WH: ja das stimmt, denn nur durch eine Vorbildfunktion kann man andere Leute mit in die Zukunft nehmen, alles andere wäre gelogen.

NEM: Stimmt es dass sie auch soziale Projekte machen und sich in der Region engagieren?
WH: Wir haben viele soziale Projekte in Afrika gemacht und wir haben die Weiterbildung in Schulklassen gefördert. Sie sind wichtig für unsere Menschheit und für unsere Regionalität, dass ich das mit einem Firmennamen verbinde ist ja nichts schlechtes. Zudem sind wir Hauptsponsor des einzigen Thüringer Bundesliga Frauenradteams. Da wir auch hier 100% geben und einen tollen Trainerstab und Fahrerinnen haben, hat das maxx-solar Team die letzen zwei Jahre sowohl die Einzel- als auch die Mannschaftswertung gewonnen. Das macht richtig Spass!! Ausserdem arbeiten wir seit einigen Jahren mit Biathlon Star Kati Wilhelm zusammen, die natürlich auch auf Solartechnik von maxx-solar vertraut.Ortmann und Wilhelm

NEM: Sie haben persönlich auch in eigene Solarprojekte investiert?
DO: Ja, denn nur so weiß man auch von was man redet und auch hier gilt- voran gehen!
NEM: Wie ist die weitere Entwicklung geplant?
DO: Ohne Antrieb ist man bald überholt und wir sind Motor in der Region für das Thema Solar. Der Markt entwickelt sich aktuell so schnell, in Sachen Batteriespeicher, der Strommarkt verändert sich und Solar muss, wenn wir weiter wachsen wollen auch zuverlässige Netzstabilität liefern. Alles riesen Aufgaben, auch für das ganze maxx-Team.

NEM: Sie wollen die Welt in möglichst kurzer Zeit auf erneuerbare Energien umkrempeln?

WH: Naja das schaffe ich nicht alleine, da gibt es viele Kollegen, Mitstreiter und Firmen in Deutschland. Einer meiner besten Geschäftsfreunde aus Bayern, Willi Harhammer, von Ikratos steht da genauso wie ich mit Herzblut dahinter.

NEM: Wir danken für das Interview.