Die Wärmepumpe ist ein umweltfreundliches Heizungssystem und eignet sich auch in der Kombination mit Photovoltaikanlagen.

Bis vor kurzem waren Öl- und Gasheizungen die Energielieferanten für ältere Häuser. Mittlerweile wird jedoch jedes zweite Energieeffizienzhaus mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Mit Wärmepumpen kann man umweltfreundlich heizen und warmes Wasser produzieren. Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen, abhängig von der Energiequelle, in der Energie steckt. Bevorzugt werden Erdwärme und Luftwärmepumpen.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe besteht aus drei Komponenten – der Wärmequelle, der Wärmepumpe selbst und der Wärmeverteilung inklusive Speicher. In der Wärmequelle nimmt eine Flüssigkeit die Umweltwärme auf und leitet sie zur Wärmepumpe. Dort wird die zunächst geringe Wärme im Kompressionsverfahren auf die 4-5 fache Wärmekapazität potenziert. Dabei spielen Aggregatszustände in Kühlmedium eine wichtige Rolle, steckt doch eine Riesenkraft in der Umwandlung von Gas zum flüssigen Medium. Und genau diesen Zustand nutzt die Wärmepumpe perfekt aus. Ein Wärmetauscher gibt die Wärme dann in das Heizungs System.

Erdwärmepumpe
Die Erdwärmepumpe entzieht dem Erdboden Wärme. Hierzu muss die Wärmequellenanlage bis unter die Frostgrenze im Erdboden versenkt werden. Die Wärmequellenanlage kann entweder aus einer Erd-Wärmesonde oder aus Wärmekollektoren bestehen.
Erdsonden
Eine Erdwärmesonde ist ein mit Flüssigkeit gefülltes Rohr, das durch ein kleines Bohrloch tief im Erdboden versenkt wird. Je nach Wärmebedarf des Hauses reicht das Bohrloch ca. 100 m tief in den Boden. Man braucht eine spezielle Genehmigung dazu.
Erd-Wärmekollektoren
Einen größeren Flächenbedarf haben Erdwärmekollektoren. Sie bestehen aus mit Wärmeträger-Flüssigkeit in PE Rohrschlangen, ähnlich einer Fußbodenheizung. Erdwärmekollektoren müssen nur in einer Tiefe von 1-2 Metern verlegt werden, brauchen aber ca. die 1-1,5-fache Fläche der zu beheizenden Hausfläche. Außerdem darf diese Fläche anschließend nicht versiegelt oder überbaut werden. Für die Verlegung von Erdwärmekollektoren braucht man keine baurechtliche Genehmigung.

Luftwärmepumpe
Luftwärmepumpen können als Außenluft – oder Abluftwärmepumpen realisiert werden. Sie sind in der Anschaffung günstiger als Erdwärmepumpen, da keine Erdarbeiten erforderlich sind. Im Winter sind sie allerdings nicht so effektiv wie Erdwärmepumpen und sie benötigen mehr Antriebsenergie. Außerdem produzieren die Ventilatoren Laufgeräusche.
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Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen kombinieren
Photovoltaikanlagen eignen sich hervorragend zur Energieversorgung im Haus und natürlich auch für den Strom der Wärmepumpe. Benötigt die Wärmepumpe zwar nur 25 % der Heizenergie, kann man diesen Strom jedoch über eine Photovoltaikanlage zusätzlich erzeugen und spart Strom aus dem Netz. Eine Speicheranlage ist hier nicht nötig, da man einen Teil der Wärmeenergie bereits in Wasserspeicher zwischengelagert. Mit einem so genannten 4-Quadrantenzähler kann man einen günstigen Stromtarife in der Nacht aber auch einen Zähler für die Phovoltaikstromerzeugung in einem Gerät vom Energieversorger liefern lassen. Die Tarife sind recht günstig, wenn die Wärmepumpe nachts oder Tags Strom braucht, kann man hier günstigere Tarife nutzen.

Mehr Informationen gibt es zum Beispiel in der EnergieSprechstunde die jeden Dienstag um 18:00 Uhr bei ikratos in Weissenohe, einem Photovoltaik und Wärmepumpen Energiespezialisten in der Metropolregion Nürnberg Fürth Erlangen und Forchheim stattfindet. Hier kann man auch Erdwärmepumpen und Luftwärmepumpen in Kombination mit Fotovoltaik ansehen und erklärt bekommen. Näheres unter www.ikratos.de

Willi Harhammer

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