Erneuerbare lösen Afrikas Stromproblem

Erneuerbare Energien und Maßnahmen zur Energieeffizienz tragen zunehmend dazu bei, den Mangel an Elektrizität in Westafrika zu beheben – und das sogar auf preisgünstige Weise. Das ist das Ergebnis eines gerade veröffentlichten Status-Reports des Worldwatch Institute. Dem Bericht zufolge stammen in der Region bereits 29 Prozent der installierten Leistung aus regenerativen Quellen. Westafrika gehört zu den am wenigsten elektrifizierten Gegenden der Welt; außerhalb der Metropolen haben im Schnitt nur 15 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Strom.
Geht es um Strom, der ins Netz eingespeist wird, dann ist die Windkraft in Westafrika führend – wegen dieses einen Windparks auf den Kapverden. Ansonsten spielt die Solarenergie die Hauptrolle – vor allem in netzunabhängigen Systemen.
Zu Beginn des Jahres waren in den Ecowas-Staaten (Economic Community Of West African States) insgesamt 39 regenerative Megawatt am Netz. Zählt man die dominante, wenngleich umstrittene Wasserkraft dazu, sind es sogar 4,8 Gigawatt. Zur Ecowas-Region zählen 15 Staaten: Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kap Verde, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo.
Zweitgrößter Posten nach der Wasserkraft ist – betrachtet man die ans Netz angeschlossenen Anlagen – nicht etwa die Solarenergie, sondern die Windkraft mit 27 Megawatt. Den Hauptteil, nämlich 25,5 Megawatt, steuert dabei allerdings die Cabeolica-Windfarm auf den Kapverden bei, bei der öffentliche Hand und Privatunternehmen kooperieren.
Kap Verde führt auch bei der netzgebundenen Photovoltaik – 6,4 Megawatt sind installiert und angeschlossen. Dahinter kommt Ghana mit 1,9 Megawatt. Die 20-Megawatt-Solaranlage, die in Burkina Faso geplant ist, ist in dem Report noch nicht berücksichtigt. Sämtliche Aussagen des Reports beziehen sich auf den Stand zu Beginn dieses Jahres.
Bezieht man auch die Photovoltaikanlagen ein, die nicht ans Netz angeschlossen sind, kommt man auf deutlich höhere Zahlen. In Senegal sind 21 Megawatt installiert, in Nigeria 20 Megawatt und in Niger vier Megawatt.
Inzwischen haben laut Report 13 der 15 Ecowas-Staaten Förderprogramme für erneuerbare Energien. Alle 15 haben sich zumindest das Ziel gesetzt, Erneuerbare zu fördern. Nigeria und Ghana haben Einspeisetarife eingeführt, Gambia und Senegal sind dabei, ein entsprechendes Fördersystem zu entwickeln.
In acht Ecowas-Staaten gibt es Initiativen für energieeffiziente Lampen: Benin, Kap Verde, Gambia, Guinea, Mali, Nigeria, Senegal und Togo. Drei Staaten – Benin, Côte d’Ivoire und Nigeria – haben Programme zur Energieeffizienz im Gebäudesektor aufgelegt. Quelle klimaretter.info/vk

Willi Harhammer

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