Toshiba kündigt neues Photovoltaik-Geschäftsmodell in Deutschland an: Solarstrom zum Eigenverbrauch in Wohngebäuden

Die Toshiba Corporation (Tokio, Japan) gab am 03.12.2013 bekannt, dass das Unternehmen mit einem neuartigen Vor-Ort-Verbrauchsmodell für Wohngebäude in das Photovoltaik-Geschäft in Deutschland einsteigen wird. Mit dem Solar-Geschäftsbetrieb soll im März 2014 begonnen werden, nachdem Photovoltaik-Systeme in Wohngebäuden in Villingen-Schwenningen sowie in Ostfildern (Baden-Württemberg) installiert wurden, die von der größten Immobiliengesellschaft Deutschlands betrieben werden, der GAGFAH mit Sitz in Essen.
Photovoltaik-Systeme für Wohnungen der GAGFAH

Obwohl Deutschland im Jahr 2000 einen Einspeisetarif für Solarstrom eingeführt hat und die Nutzung der Photovoltaik zugenommen hat, erhielten die Verbraucher in letzter Zeit jedes Jahr höhere Stromrechnungen und Erzeuger bekamen eine geringere Einspeisevergütung für Solarstrom. Toshiba präsentiert ein Vor-Ort-Verbrauchsmodell, das unabhängig vom Einspeisetarifsystem funktionieren und auch das regionale Netz und die Umwelt entlasten soll. Das System werde mit einer Reihe von Pensionsfonds finanziert und geführt, berichtet Toshiba. Der deutsche Zweig von Toshiba International Europe (TIL) mit Sitz in Großbritannien werde die Photovoltaik-Systeme für Familienapartments installieren, betreiben und verwalten, die sich im Besitz der GAGFAH befinden.
Bewohner von Wohnhäusern sollen Solarstrom günstiger kaufen können als Elektrizität vom Versorger

TIL werde den Solarstrom mit den Pensionsfonds kaufen und an die Bewohner der Wohnhäuser zu einem niedrigeren Preis verkaufen als dem, den die Stromversorger berechnen. Wenn die Photovoltaik-Anlagen nicht in Betrieb sind, an bewölkten Tagen und nachts, wird TIL Strom im Großhandel kaufen und der Bevölkerung zum gleichen Preis wie Strom vom Solarenergiesystem verkaufen, heißt es in der Pressemitteilung.
Toshiba will bis 2016 in Deutschland PV-Anlagen mit 100 MW installieren

Toshiba will in Deutschland zunächst Photovoltaik-Anlagen für 750 Wohnungen mit einer Gesamtleistung von 3 Megawatt (MW) installieren und dies bis 2016 auf 100 MW erhöhen.
Solarstrom-Speicher und Energiemanagement sollen folgen

Künftig will das Unternehmen auch stationäre Batterien installieren und ein Mikro-Energiemanagementsystem (μEMS) integrieren. Ziel von Toshiba sei es, ein sich selbst tragendes System für den Solarstrom-Verbrauch und es in einem Servicegeschäft anwenden, das Energiemanagement in Echtzeit unterstützt. Durch den Aufbau ihres Geschäfts mit intelligenten Netzen werde Toshiba die Integration und Nutzung verstreut liegender Energiequellen fördern, die lokalen Anforderungen und Bedingungen entsprechen. Quelle: Toshiba Corporation

Willi Harhammer

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