Unternehmer jammern: Meine Stromrechnung verstehe ich nicht

Die Stromrechnung – das unbekannte Wesen !Viele Unternehmen berichten meist stolz: „Ich zahl nur 10 Cent für Strom“. Auf den ersten Blick mag das stimmen, die Wahrheit: Meist zahlen diese Betriebe jedoch weitaus mehr, nämlich 28 Cent.

Warum das so ist wird hier mal erklärt, aber auch wie man mit Photovoltaik die Stromrechnung um bis zu 80% reduzieren kann! Für Unternehmen mit größerem Stromverbrauch werden vor allem von regionalen Energieversorgern Sondertarife

Die Stromrechnung
Die Stromrechnung das “unbekannte Wesen”

angeboten, die nicht nur den höheren Strombedarf berücksichtigen, sondern auch Vergünstigungen für die Unternehmer versprechen. Diese Gewerbestromtarife sind vor Allem deswegen preisgünstiger als die für Privathaushalte, da der Anteil von Steuern und Abgaben für Gewerbekunden niedriger ist. Aus diesem Grund ist die Einstellung von Gewerbetreibenden gegenüber Eigenstromerzeugung vergleichsweise verhalten. Bei großen Industrieanlagen mit sehr hohem Energieverbrauch ist die autonome Stromerzeugung beispielsweise durch eigene Blockheizkraftwerke freilich weit verbreitet. Doch viele Unternehmen mit nicht ganz so hohem Strombedarf beziehen alles über den Energieversorger. Eine zumindest teilweise Selbstversorgung, wie sie durch Photovoltaik-Anlagen erreicht werden kann, wird allerdings von vielen Unternehmern abgelehnt, nicht einmal in Betracht gezogen, denn: „Ich zahl doch nur 10 Cent für Strom!“

Mit diesem Argument wird die Diskussion über die Anschaffung einer PV-Anlage bereits im Keim erstickt. Denn die Motivationsgründe für die Investition in Photovoltaik haben sich mit der EEG-Grundlage im Laufe des letzten Jahrzehnts geändert. War es in den vergangenen Jahren noch die Einspeisung von PV-Strom, die im Vordergrund stand, so ist es jetzt vielmehr die Erzeugung für den Eigenverbrauch. Und warum sollte man erst eine Anlage installieren, wenn man doch auch „günstigen“ Gewerbestrom beziehen kann? Doch wie günstig ist denn der Gewerbestrom eigentlich? Um das zu ermitteln, muss man einen zweiten Blick auf die Stromrechnung werfen. Denn zu dem preiswerten Tarif kommen diverse Zusatzabgaben, die den Brutto-Preis deutlich in die Höhe treiben. Diese sind auch auf der Abrechnung zu finden, teilweise im Jargon des Energieversogers verborgen. Neben der Wirkarbeit müssen auch Blindarbeit, Kraft-Wärme-Kopplung und diverse Umlagen gelöhnt werden. Vor Allem die EEG-Umlage stellt einen beträchtlichen Teil des Brutto-Strompreises dar – in dem hier gezeigten Beispiel eines realen Unternehmens aus Bayern  mehr als die Hälfte des Wirkarbeit-Tarifs. Was tatsächlich für eine Kilowattstunde gezahlt wird, muss man sich von Hand ausrechnen. Die Wirkarbeit wird im Hochtarif mit 10,16 ct/kWh berechnet, im Niedertarif sogar mit nur 8,41 ct/kWh – effektiv hat das Unternehmen, welches im Monat rund 3600 kWh bezieht, allerdings knappe 28 ct/kWh gezahlt. Somit kommt es keineswegs günstiger als eine Privatperson davon. Der Sondertarif für Gewerbekunden ist in der Tat vergünstigt – denn dieses Wort beschreibt am besten, wie der Tarif scheinbar künstlich herabgesenkt wurde, nur um ihn dann geschickt verpackten Zusatzpositionen wieder auf den selben Wert zu treiben. Vergünstigt, aber nicht günstiger. Doch einige Unternehmer wissen um diese Wahrheit. Und sie wissen außerdem: ein Industriebetrieb kann sich hervorragend dazu eignen, um Photovoltaik-Anlagen auf dem Firmengelände zu errichten. Flachdächer und ähnliche ungenutzte Flächen bieten sich an, um Module anzubringen und damit eigenen Strom zu erzeugen. Bei guter Auslegung kann der Eigenstromanteil sehr hoch gehalten werden, das heißt die Anlage produziert je nach Wetterlage und Stromverbrauch bis zu 100 % Eigenstrom. Diverse Firmen aus der Metropolregion Nürnberg haben diese Chance erkannt und entsprechend gehandelt. Der Metallbearbeitungsbetrieb Hofmann GmbH aus Gräfenberg hat durch seine Maschinen einen sehr hohen Strombedarf. Mit einer 200 kW-PV-Anlage, installiert durch die Firma iKratos mit Sitz in Weißenohe, kann der Betrieb seinen Strombezug zumindest reduzieren. Mithilfe der Sonne können tatsächlich Strompreise von 10 ct/kWh realisiert werden. Und je nach Finanzierungskonzept hat sich das Projekt bereits nach wenigen Jahren amortisiert und ist ab dann ein Selbstläufer. Abgesehen von Wartungskosten fallen keine weiteren Betriebskosten an und die meisten heutigen PV-Module sind mit einer Herstellergarantie von mindestens 20 Jahren abgesichert. Vor allem bei Institutionen mit einem kontinuierlichen Stromverbrauch, beispielsweise dem Pflegeheim der Glockengießer Stiftung in Lauf oder der arbewe Werkstatt für psychisch Behinderte in Nürnberg, ist eine Eigenstromanlage sehr rentabel. Auch auf diesen Gebäudekomplexen wurden von der iKratos GmbH PV-Anlagen in der Größenordnung von 50 kW installiert. Die Erfahrungen sind durchwegs positiv – der Eigenstromanteil liegt im Schnitt bei über 60 %. An Tagen mit nicht allzu starker Einstrahlung sogar bei 90 % bis 100 %. In Kombination mit einem Blockheizkrafwerk hat das Pflegeheim in Lauf somit eine sehr hohe Eigenstromproduktion, mit der vor Allem die Großküche versorgt wird.  

 

Eine Investition in PV ist also auch im gewerblichen Bereich durchaus lohnenswert. In dem vorgegangen Beispiel wäre durch die Installation einer Anlage eine Stromkostenersparnis von rund 50 % erreichbar. Durch den Einbau eines Nachtspeichers können sich Eigenstromanteil und Kostenersparnis weiterhin steigern. Voraussetzungen sind eine sinnvolle Projektierung und eine fachgerechte Installation der Anlage. Die iKratos GmbH aus der Metropolregion Nürnberg beschäftigt ein Team von Experten, die mit geeigneter Software und aufgrund langjähriger Erfahrungen solche Planungen effektiv und zum völligen Vorteil ihrer Kunden ausführt. Besuchen Sie iKratos in Weißenohe oder vereinbaren Sie einen Termin für weitere Informationen!

 

 www.ikratos.de

Willi Harhammer

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