VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel sieht neue Chancen für die Photovoltaik-Fertigung in Indien

Der indische Solarmarkt konnte in den letzten vier Jahren ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnen. Treiber sind neben den Ambitionen der Bundesregierung, der riesige Energiebedarf und die perfekten geographischen und klimatischen Bedingungen in weiten Teilen Indiens.

„Indien hat großes Potenzial für die Photovoltaik-Produktion. Deshalb waren wir nun das dritte Mal in Folge mit einem maßgeschneiderten Programm auf der Intersolar India in Mumbai aktiv“, erklärt Dr. Florian Wessendorf, Geschäftsführer VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Unter dem Motto „Photovoltaic Manufacturing in India – Where is the Real Opportunity?” organisierte der VDMA in Kooperation mit SEMI und der Intersolar zwei hochrangig besetzte Podiumsdiskussionen auf der Intersolar India 2015 in Mumbai.

Herausforderungen für die indische Photovoltaik-Produktion

Ganz anders stehe es um die heimische Photovoltaik-Produktion. Indische Photovoltaik-Hersteller hatten in der Vergangenheit immer wieder mit widrigen Bedingungen wie schlechter Infrastruktur, Mangel an qualifiziertem Personal und schwierigen Investitionsbedingungen (ungeklärte Landfragen, hohe Zinsen, Bürokratie, etc.) zu kämpfen.
Hinzu kamen ein scharfer internationaler Wettbewerb und unklare Zukunftsperspektiven für die solare Stromerzeugung in Indien. Nicht wenige Hersteller habe diese Situation in die Knie gezwungen.
Schlechte Auslastungsraten in der Produktion und mangelnder Absatz (auch auf internationalen Märkten) stellten Indien als Produktionsstandort für Photovoltaik-Produkte in Frage.
Indien hatte sich in der Vergangenheit durchaus auch als zukunftsweisender Emerging Market für den Photovoltaik-Maschinenbau erwiesen. In den Zeiten von Überkapazitäten und Handelsstreitigkeiten aber auch für negative Schlagzeilen gesorgt.
Versuche seitens der indischen Bundesregierung und der indischen Photovoltaik-Industrie diese Probleme zu lösen führten bisher zu gemischten Ergebnissen. Deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung in Bezug auf die Ursachen und mögliche Lösungen der Probleme waren auch innerhalb der solaren Wertschöpfungskette nicht unumstritten.

Mittelfristige Wachstumsperspektiven

Nach dem Antritt der neuen Bundesregierung unter Ministerpräsident Modi gebe es allerdings seit wenigen Monaten wieder starke Indikatoren für eine mittelfristige Lösung der industriepolitischen Probleme, so der VDMA. So habe Modi, durchaus als Solarfreund bekannt, den Schalter Richtung Wiederbelebung und Wachstum der indischen Photovoltaik-Produktion umgelegt.
Das indische Staatsunternehmen National Thermal Power Corporation Ltd (NTPC) ruft zum Beispiel Unternehmen auf, in Indien neue Photovoltaik-Produktionsstätten zu errichten. Die Fabriken sollen Wafer, Solarzellen und Photovoltaik-Module für die von der indischen Zentralregierung geplanten großen Solarprojekte liefern.
Auf den beiden Podiumsdiskussionen wurde die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten für indische und globale Unternehmen den lokalen Markt profitabel und wirtschaftlich nachhaltig zu entwickeln diskutiert. Neben der Unterstützung von politischer Seite spielten dabei vor allem Qualitäts- und Kostenfragen eine prominente Rolle. Klar wurde auch, dass Anti-Dumping-Zölle und Local Content-Regeln der Branche nicht weiterhelfen. Sehr wohl aber eine verbesserte Infrastruktur, gezielte Forschung und Entwicklung, sowie die Investition in innovative Produktionsverfahren. Inwieweit die positive Gesamtstimmung sich auch in Auftragseingänge für Produktionsequipment niederschlägt bleibt abzuwarten.
Trotz aller Herausforderungen biete Indien als Produktionsstandort für Photovoltaik-Produkte und damit als Absatzmarkt für deutsche Maschinen und Technologien weiterhin ein großes Potential, betont der VDMA. Mittel- und langfristig dürften auch die deutschen Photovoltaik-Ausrüster von einem dynamischen Photovoltaik-Markt in Indien und den Ambitionen lokale Wertschöpfung aufzubauen bzw. zu erhalten profitieren. Quelle: VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel

Willi Harhammer

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