Bosch will Ersol Solaraktie übernehmen

Die Aktie des Solartechnik-Unternehmen Ersol dürfte bald von der Börse verschwinden. Denn der Großaktionär Bosch will die Aktionäre aus dem Unternehmen herausdrängen.
Bosch bietet den noch verbliebenen Anteilseignern von Ersol im Rahmen des Sqeeze-Out-Verfahrens 102,77 Euro je Aktie. Das teilte Ersol am Mittwochabend in einer Ad-hoc-Mitteilung mit. Wie gesetzlich vorgeschrieben muss noch die Hauptversammlung, die für den 23. Juli angesetzt ist, dem Ansinnen des Großaktionärs zustimmen. Doch das ist reine Formsache – angesichts eines 97.07-prozentigen Mehrheitsanteils von Bosch.
Der nun festgelegte Preis liegt sogar noch etwas über dem ursprünglichen Übernahmeangebot von 101,00 Euro, das Bosch im Juni 2008 unterbreitet hatte. Allerdings notierte das Papier des ehemaligen TecDax-Mitglieds am Mittwoch bei 105,05 Euro. Anleger, die auf ein noch höheres Angebot gewettet hatten, dürften nun enttäuscht sein. Der nun angebotene Preis erscheint angesichts des dramatischen Abschwungs in der Solarindustrie mehr als fair zu sein. Viele Solarwerte haben sich innerhalb eines Jahres mehr als halbiert. Die Branche leidet nach dem Investitionsboom der vergangenen Jahre unter massiven Überkapazitäten, die zu einem bisher nicht gekannten Preisverfall bei Solarmodulen geführt haben. Experten gehen davon aus, dass in erster Linie marktführende Unternehmen die besten Chancen haben, langfristig zu überleben.

Willi Harhammer

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