EUWIFO Monatsbericht April

Deutsches Konjunkturklima: Index fällt auf 88,8 Punkte

Abschwung hält an

Das deutsche Geschäftsklima bewegte sich im April nach unten. Dies zeigt die jüngste monatliche Erhebung des Europäischen Wirtschaftsforschungsinstituts EUWIFO mit Sitz in Zürich. Grundlage des wöchentlich erhobenen EUWIFO Business Monitors sind die Einschätzungen von über 2000 geschäftsführenden Gesellschaftern in Deutschland. Ende April lag der Business Monitor bei 88,8 Punkten. Dies entspricht einer Verschlechterung des Indexwertes um 1,7 Punkte gegenüber dem Vormonatsniveau.

Der Rückgang basiert sowohl auf einer Verschlechterung der Lagebeurteilung, die um 2,7 Punkte sank, als auch auf schlechteren Zukunftsprognosen. Der entsprechende Wert sank um 0,5 Punkte. Der Business Monitor wird aus dem Durchschnittswert der Situations- und der Erwartungskomponente gebildet.

Momentane Lage: Kein Grund zum Jubeln

Mit 87,8 Punkten bewegt sich die Situationskomponente des Business Monitors wieder auf dem Niveau von Februar. Dieser Teil-Index, der die momentane Lage der Unternehmen beleuchtet, ist substanziell um 2,7 Punkte gegenüber dem Vormonat gefallen und somit Hauptursache für den Frühjahrseinbruch des Business Monitors.

Blick in die Zukunft eingetrübt

Die Erwartungskomponente, in der die wirtschaftlichen Zukunftseinschätzungen der befragten geschäftsführenden Gesellschafter kumuliert werden, sank weniger deutlich um 0,5 Punkte. Dieser Wert deutet, wenn auch nicht so stark, auf ein Absinken des Konjunkturklimas im dritten Quartal hin.

 

 

Einbruch in Produktion und Handel

Das Absinken des Geschäftsklimas schlägt sich auf die Bereiche Produktion und Handel nieder. Im Bereich Produktion ist der Index substanziell um 3,5 Punkte eingebrochen, nachdem er im Vormonat um 3,9 Punkte gestiegen war. Im Bereich Handel sank der Index um 1,7 Punkte, nachdem dieser Wert im Vormonat um 0,9 gestiegen war. Das Baugewerbe verzeichnete hingegen eine Steigerung um 0,9 Punkte, nachdem der Bereich im Vormonat mit 5,4 Punkten einen massiven Abschwung erfahren hatte. Im Dienstleistungssektor stieg der Index um 0,9 Punkte. Dies ist immerhin der höchste Wert seit Oktober 2012.

 

Ein negatives Bild zeigt sich quer durch alle Themenindizes. Der Umsatz sank um 0,6 Punkte. Der Auftragseingang fiel um 1,0 Punkte. Die Bewertung der Unternehmenskosten reduzierte sich um 0,2 Punkte. Die Anzahl der Mitarbeiter ging um 1,3 Punkte zurück. Auch der Bereich Investition fiel um 1,0 Zähler, nachdem er im Vormonat um 2,2 Punkte gestiegen war.

Geht dem konjunkturellen Aufschwung die Puste aus? EUWIFO Managing Partner Stefan James Lang sieht momentan wenig Grund für Optimismus: „Seit November 2011 ist der Business Monitor im negativen Bereich. Für mich ist kein konjunktureller Aufschwung substanzieller Art in Sicht.“

 

EUWIFO Business Monitor – Regional, April 2013

Der EUWIFO Business Monitor wird bei geschäftsführenden Gesellschaftern in sämtlichen Regionen Deutschlands erhoben. Basis der quantitativen Analyse stellt die Gegenüberstellung der prozentual positiven beziehungsweise negativen Antworten dar. Diese so genannten Balancewerte sind in untenstehender Grafik nach Bundesländern für den Monat April 2013 dargestellt. Je dunkler (grün) der Farbton, desto positiver ist das regionale Geschäftsklima.

 

 

Business Monitor – International

Neben Deutschland wird der EUWIFO Business Monitor – wenn auch in geringerer Regelmäßigkeit – in 29 weiteren Ländern erhoben. Die untenstehenden Grafiken geben das Verhältnis von positiven und negativen Einschätzungen (Geschäftssituation, Geschäftserwartung) von geschäftsführenden Gesellschaftern in den 25 aufgeführten Ländern wieder. Die untere Grafik beleuchtet den Verlauf dieses Balancewertes über die zurückliegenden Quartale.

 

 

EUWIFO, das Europäische Wirtschaftsforschungsinstitut in Zürich, agiert als ein unabhängiges, auf Markt- und Wirtschaftsforschung spezialisiertes Unternehmen mit der Zielgruppe geschäftsführenden Gesellschafter und Private-Banking-Kunden weltweit. Der Business Monitor ist eine Befragung zur Geschäftsentwicklung, die bei geschäftsführenden Gesellschaftern in Deutschland und derzeit zehn weiteren Märkten erhoben wird. Aus den aggregierten Ergebnissen können Erkenntnisse über die wirtschaftlichen Situation und die zukünftige Entwicklung gewonnen werden. Derzeit befragt EUWIFO in Deutschland wöchentlich über 500 geschäftsführende Gesellschafter. Die Gesamtergebnisse werden monatlich publiziert, Zwischenergebnisse wöchentlich veröffentlicht. Die Teilnehmer der Befragung erhalten auf Wunsch die Resultate, bevor sie in den Medien publiziert werden.

Willi Harhammer

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