Förderprogramme Photovoltaik 2007

Das Kraftwerk Sonne erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Ganz oben auf dem Wunschzettel der Deutschen stehen neben sicheren Arbeitsplätzen der Umweltschutz, bezahlbare Energie und Unabhängigkeit vom Monopol der Energieriesen. Laut aktuellen Umfragen von Emnid und Allensbach sprechen sich mehr als 90 % der Deutschen über alle Parteigren-zen hinweg für eine stärkere Nutzung von Solarenergie aus. Auf dem Weg dahin stehen vielfältige Förderwege offen.

Angesichts stetig steigender Preise im gesamten Energiesektor sind die aktuellen Umfrageergebnisse kein Wunder. Das merken Firmen ebenso wie Otto-Normalverbraucher: an den Heizkosten, an der Zapfsäule, an der Stromrechnung. Die gesamte Solarbranche ist deshalb seit einigen Jahren von einem kontinuierlichen Wachstum erfasst. Laut einer Studie der Bundesregierung können bis 2050 in Deutschland 65 Prozent des Stromverbrauchs und 50 Prozent des Wär-mebedarfs aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. 75 Prozent der Treibhausgasemissionen ließen sich so einsparen, rund ein Drittel davon durch Solarenergie. “Die parallele und zügige Markteinführung aller regenerativen Energietechnologien ist des-halb unverzichtbar”, so Udo Möhrstedt, Vorstand bei IBC SOLAR AG in Bad Staffelstein.

Photovoltaik-Anlagen gewinnen Strom aus Sonnenenergie. Kern-stück einer solchen Anlage sind Solarmodule. Sie wandeln Sonnenlicht direkt in Strom um, der dann ins öffentliche Netz einge-speist wird. Die Netzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, diesen Strom abzunehmen und zu vergüten.

Förderwege

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bildet die Grundlage dafür und schafft so Investitionssicherheit für den wirtschaftlichen Betrieb jeder bundesdeut-schen Photovoltaikanlage. Das Gesetz schreibt u.a. die Einspeise-Vergütungen für den Solarstrom fest. Es stellt auch sicher, dass der selbst produzierte Solarstrom in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Die Höhe der Vergütung bleibt für den gesamten gesetzlich garantierten Zeitraum gleich, beginnend mit dem Jahr der Inbetriebnahme der Anlage und danach noch 20 Jahre lang. Derzeit sind dies mindestens 37,96 Cent pro kWh für Strom aus Freilandanlagen, höhere Vergütungen bringt Strom, der auf Dächern oder an Fas-saden produziert wird.

Das einzigartige Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird weltweit zwischenzeitlich von zahlreichen Nationen kopiert und erfolgreich umgesetzt.

Daneben existieren noch andere interessante Förderwege. Sinnvoll ist es, Förderprogramme und Konditionen immer aktuell abzufragen, da diese kontinuierlich modifiziert bzw. aktuell den Marktgegebenheiten angepasst werden.

Die aktuellen Vergütungssätze des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2007

Freilandanlagen:

  • 37,96 Cent pro kWh

Dachanlagen:

  • 49,21 Cent pro kWh bis 30 kW Leistung
  • 46,82 Cent pro kWh, Anlagenteil 30-100 kW
  • 46,30 Cent pro kWh, Anlagenteil über 100 kW

Fassadenanlagen:

  • 54,21 Cent pro kWh bis 30 kW Leistung
  • 51,82 Cent pro kWh, Anlagenteil 30-100 kW
  • 51,30 Cent pro kWh, Anlagenteil über 100 kW

So kommen Häuslebauer, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Freiberufler und auch Landwirte in den Genuss günstiger Finanzierungskonditionen der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Z.B. mit dem Programm “Solarstrom erzeugen” für kleinere und mittlere Anlagen bis 50.000 Euro Obergrenze. Für größere Anlagen über 50.000 Euro gibt’s das “KfW-Umweltpro-gramm” oder das “ERP Umwelt- und Energiesparprogramm West”. Speziell für Landwirte steht zusätzlich das Sonderkreditpro-gramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank zur Verfügung. In Bayern bietet die dortige LfA Förderbank für Freiberufler und KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen) der gewerblichen Wirtschaft mit dem “Universalkredit” einen zusätzli-chen Finanzierungsweg. Alle aufgezeigten Finanzierungsmöglichkeiten werden übrigens mit der Hausbank abgewickelt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Saarland bietet zum Thema “Photovoltaik auf Schulen” das “Zukunfts-Energieprogramm ZEP Plus”. Es fördert Solaranlagen ab 1 Kilowatt (kW) Leistung mit einmalig 2.600 Euro pro Anlage. Außerdem greifen aktuell viele regional strukturierte Förderpro-gramme. So gibt es Unterstützung auf Landesebene, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen das – für 2007 eventuell wieder aufgelegte, aber limitierte – REN-Programm für integrierte Dachanlagen, für Fassaden-anlagen und für Multiplikatoren- und Gemeinschaftskraftwerke. Auch auf kommunaler Ebene gibt es in vielen Städten und Gemeinden Fördermittel auf Abruf. Eine Anfrage im Bauvorfeld spart bares Geld und verbessert die Rendite spürbar.

Weitere Informationen: IBC SOLAR AG

Willi Harhammer

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