Keine “Umweltprämie” für umweltfreundliche Elektro-Dreiräder

“Die Abwrackprämie ist ökologisch wie ökonomisch falsch!” schimpft Karl Nestmeier, Vorstand der CITYCOM AG, Aub bei Würzburg. Der Grund: “Nur für die Anschaffung von vierrädrigen PKW gibt es die 2.500 Euro dazu. Für das dreirädrige Elektrofahrzeug CityEL jedoch nicht. Und das, obwohl Elektrofahrzeuge wegen Ihres sparsamen Verbrauchs auch von der Regierung als “Mobilitätsform der Zukunft” dargestellt werden.” Nestmeiers seit langem serienmäßig produzierten, käuflichen Elektrofahrzeuge sind jedoch alle dreirädrig und fallen durch das Förderungsraster.

CityCom-AG-Vorstand Karl Nestmeier in einem CityEl in Aub bei Würzburg – Foto: Heinz Wraneschitz

Dabei bräuchte es “gerade für diese umweltfreundlichen Elektrofahrzeuge Kaufanreize: Lokal stoßen sie keinerlei Abgase aus. Für das CityEL liegt der CO-Ausstoß bei gerade einmal 26 Gramm pro Kilometer: Kein Vergleich zur geplanten “CO-Umwelt-Freundlichkeitsgrenze” für die Automobilindustrie von 120 g pro km! Gar kein CO entsteht übrigens, wenn ein Sonnen-, Wasser- oder Windkraftwerk den E-Mobil-Fahrstrom erzeugt”, erklärt Elektromeister und Autohersteller Nestmeier.

Mit der Abwrackprämie werde “weiter ausschließlich den Kauf altbackener, vierrädriger PKW gefördert.” Andererseits würden “die Elektrofahrzeuge auf Kongressen zur Elektromobilität in Berlin und in der Öffentlichkeit als Mobilitätsform der Zukunft angepriesen, weil sie so sparsam im Verbrauch sind. Die Abwrackprämie von 2.500 Euro für einen CityEL hätte ausgereicht, um das neu beschaffte Elektrofahrzeug mit Solarenergie zu versorgen – durch den Kauf eines Solarstromkraftwerks auf dem eigenen Hausdach oder die Beteiligung an einer Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage.

Dass “die Abwrackprämie gleichzeitig hauptsächlich den Kauf preisgünstiger Fahrzeuge aus Osteuropa oder Fernost fördert, zeige laut Nestmeier: “Der eigentliche Sinn der Abwrackprämie, die heimische Automobilwirtschaft kurzfristig zu stützen, wird also vollkommen verfehlt.”

Da fällt mir nur noch ein: Gut Nacht, Bundesregierung.

HEINZ WRANESCHITZ

Willi Harhammer

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