Kostbare Energie nicht im Keller verheizen

Wer sich im Erdgeschoss seines Eigenheims über kalte Füße ärgert, sollte einen Blick auf die Kellerdecke werfen. Ist sie ungedämmt, entweicht die Wärme aus den darüber liegenden, beheizten Wohnräumen über den fehlenden Wärmeschutz des Bodens. In der iKratos Energiesprechstunde erfahren Sie noch mehr über dieses und andere brennende Themen.

In etlichen Kellerräumen geht außerdem viel Energie über unzureichend gedämmte Heizungsrohre, Warmwasserleitungen und Armaturen an Wänden und Decken verloren. Das Resultat ist eine hohe Heizkostenrechnung. Was vielen Hausbesitzern gar nicht bewusst ist: Schon die 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt für Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen vor, Heizungs-, Warmwasserleitungen und Armaturen in nicht beheizten Räumen zu dämmen. Bei kleineren Häusern greifen die Regelungen bei einem Eigentümerwechsel.

Experten gehen davon aus, dass der jährliche Verlust allein durch ungedämmte Rohre und Leitungen in einem 30 Jahre alten Reihenhaus rund 2.300 Kilowattstunden beträgt. Das entspricht dem Jahresenergieverbrauch von zehn Tiefkühlschränken beziehungsweise Heizöl für 140 Euro. Hausbesitzer sollten beispielsweise bei Temperaturen von 85 Grad in den Rohrleitungen Dämmstoffe vermeiden, die Kunststoff enthalten. Ebenso wichtig ist, dass das Material die Standards der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt. Generell sind hochbeständige Dämmmaterialien wie zum Beispiel Mineralwolle am besten geeignet.

Dämmung der Kellerdecke schützt vor kalten Füßen

Kellerräume werden oft nicht geheizt, weil sie nicht für den ständigen Aufenthalt vorgesehen sind. Doch was eigentlich Energie sparen soll, treibt die Heizkosten zusätzlich in die Höhe, weil die Wärme von oben in die ungeheizten Kellerräume abgezogen wird. Die Folge sind kalte Böden im Erdgeschoss und damit schlechter Wohnkomfort. Gedämmte Kellerdecken verhindern Fußkälte, führen zu Energieeinsparung, schützen die Bausubstanz und erzielen damit auch eine Wertsteigerung des Wohnobjekts. Eine Dämmung der Kellerdecke zählt zu den rentabelsten Wärmeschutz-Maßnahmen überhaupt. Die einfache Montage der Dämmplatten macht den Selbst-Einbau problemlos möglich. Um die Empfehlungen der EnEV zu erfüllen, sollten Kellerdecken mindestens acht Zentimeter dick gedämmt werden.

Willi Harhammer

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