Neues Photovoltaik-Geschäftsmodell: Unternehmen und Stadtwerke kooperieren bei der Direktvermarktung von nicht vergütungsfähigem Solarstrom

 

Das Konzept basiert auf Solarstrom-Eigenverbrauch und -Direktvermarktung sowie dem Strombezug bei den Stadtwerken
Das Konzept basiert auf Solarstrom-Eigenverbrauch und -Direktvermarktung sowie dem Strombezug bei den Stadtwerken

 

Das Photovoltaik-Unternehmen SchoEnergie GmbH (Föhren) will brachliegende Freiflächen und Gärten nutzen, um Energie zu ernten: Mit dem „Solar-Kraftwerk zum Selberbauen“.

 

Für den „Gartenstrom“ entwickelte SchoEnergie einen Bausatz, der aus einem wetterfesten Gestell und robusten Photovoltaik-Modulen besteht. Der Aufbau erfolge in Eigenregie, ein Elektriker müsse nur noch die Kabel anschließen. Der Solarstrom könne in der Regel zur Hälfte im eigenen Haus verbraucht werden. Die andere Hälfte kaufen die Stadtwerke Trier (SWT) zu fairen Konditionen, erklärt SchoEnergie

Solarstrom-Verkäufer beziehen im Gegenzug Ökostrom von den Stadtwerken

 

Das nachhaltige Konzept habe den in der Region verwurzelten, ökologisch engagierten Energieversorger sofort überzeugt, betont SchoEnergie. Im Gegenzug zum Solarstrom-Verkauf beziehe der „Gartenstrom“-Erzeuger immer dann „Römerstrom“ von den SWT, wenn keine Sonne scheint. Hierbei handle es sich um Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft.

Vorbild für bundesweite Projekte ohne EEG-Einspeisevergütung

 

Bundesweit habe das Projekt Modellcharakter, betont SchoEnergie. Gerade ländlich geprägte Regionen verfügten über zahlreiche Brachflächen und ungenutzte Gärten. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch landwirtschaftlichen Betrieben und Hotels eröffne sich hier die Möglichkeit, den Ausbau regenerativer Energien voranzutreiben – ein Ziel, das sich die beiden Partner SWT und SchoEnergie auf ihre Fahnen geschrieben haben.

 

Gartenstrom sei ein Photovoltaik-System zum Selberbauen, das nicht auf die Solarstrom-Vergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien Gesetzes (EEG) angewiesen ist, betont SchoEnergie. Die Stadtwerke würden den Solarstrom über die gesamte Laufzeit zu einem vereinbarten Mindest-Festpreis kaufen und dem Kunden somit eine verlässliche Planungsgrundlage geben.Vorsichtige Kalkulationen hätten ergeben, dass sich die Anschaffung einer Gartenstrom-Anlage nach zehn Jahren amortisiert. Mit steigenden Strompreisen werde sich die Investition noch früher bezahlt machen.Auch sei die Gartenstrom-Römerstrom-Kombination kein Privileg für Leute mit fußballfeldgroßem Grün. Bereits 20 Quadratmeter genügen laut SchoEnergie für die Installation der Solarstromanlage. Durch die modulare Bauweise könne diese jederzeit um weitere Photovoltaik-Module erweitert werden. „Nie war es einfacher, die Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen“, fasst SchoEnergie zusammen.

 

 

 

12.07.2013 | Quelle: SchoEnergie GmbH

Willi Harhammer

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