Sozialtarif – Eon´s Selbstverständnis

Dieser Tage in Irsching bei Ingolstadt. Auf dem dortigen Kraftwerksstandort wird eine Gasturbine in Betrieb genommen und der Grundstein für ein weiteres Stromerzeuger ohne Wärmenutzung gelegt.

Es steht der offizielle Akt mit Pfarrer und Bürgermeister an. Doch zuvor lobt Eon-Energie-AG Vorstandsvorsitzender Klaus-Dieter Maubach seinen Konzern für die eigenen Investitionen in solche “neuen Gaskraftwerke: Die müssen den unkonstanten Windstrom ausgleichen.” Dabei betreibt Eon selbst genau solche Windkraftanlagen in großer Zahl.

Klaus-Dieter Maubach, Eon

Und der Selbstbeweihräucherung ist noch nicht genug: Auch den hauseigenen “Sozialtarif” lobt Eon-Energie-Chef Maubach über den >Grünen Klee<. Mit diesem - wohl etwas preiswerteren - Angebot des Energieriesen soll es auch finanziell arg gebeutelten Personengruppen noch möglich sein, Strom zu kaufen.

Ein Gnadenakt, der Eon (bei ähnlichen Riesengewinnen wie RWE, EnBW und Vattenfall) nicht schwer fallen dürfte. Diese deutschen “Großen Vier” des deutschen Energiemarktes zusammen haben im Geschäftsjahr 2006 insgesamt 16,9 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen: Das ist aus einer Unterlage des BUND zu entnehmen. Macht durchschnittlich 190 Euro Gewinn pro Einwohner (bei angenommenen 88 Millionen BürgerInnen hierzulande). Da sind auch alle “Sozialtarif”-Adressaten darunter.

WRA

Willi Harhammer

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