Unternehmensberatung McKinsey: Photovoltaik kann bei entsprechenden Rahmenbedingungen auch ohne Förderung wirtschaftlich werden

In einer neuen Studie prognostiziert das Beratungsunternehmen McKinsey & Company (New York), die weltweite Photovoltaik-Industrie werde trotz der gegenwärtigen Schwierigkeiten auf dem Markt aufgrund sinkender Preise innerhalb der kommenden zehn Jahre enorm wachsen. Selbst der Rückgang oder das Ende der Solar-Förderung könnten diese Entwicklung nicht aufhalten. Der Report “Solar Power: Darkest Before Dawn” schätzt die Photovoltaik-Leistung, die bis 2020 zu geringeren Kosten im Vergleich zu konkurrierenden Energieerzeugungsmethoden in Betrieb sein könnte, auf eventuell über 1.000 Gigawatt. Die Systemkosten von Solarstromanlagen könnten auf einen US-Dollar (0,76 Euro) pro Watt sinken. Selbst wenn die Systemkosten auf lediglich zwei US-Dollar (1,52 Euro) pro Watt fielen, würde bis 2020 eine Gesamtleistung von 400 bis 600 Gigawatt installiert. “Die gegenwärtigen Probleme sind nur Wachstumsschmerzen, das ist kein Todeskampf”, heißt es in der Studie. “Die Industrie reift und wird vermutlich die Grundlagen für ein stabileres und weitreichenderes Wachstum nach 2015 schaffen.” “Um in diesem Marktumfeld erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen sich auf das naheliegende Ziel der Kostensenkung konzentrieren, ohne dabei ihren Anspruch auf Innovation aufzugeben, die bislang stets der entscheidende Erfolgsfaktor war.” Preissenkungen schränken die Einnahmen der Industrie ein Allerdings warnt der Bericht auch davor, dass die Preissenkungen wahrscheinlich für recht geringe jährliche Einnahmen zwischen 75 und 100 Milliarden USD (57,15 bis 76,20 Milliarden Euro) sorgen werden. Ab 2015 sollen die Gewinnspannen jedoch wieder steigen. McKinsey geht außerdem davon aus, dass der jährliche Photovoltaik-Zubau um das Drei- bis Vierfache steigen wird. Viele Sektoren sind bereits wirtschaftlich Laut der Studie werden fünf zentrale Arbeitsfelder wachsen: darunter netzunabhängige Photovoltaik-Anwendungen und Solarstromanlagen von Privatpersonen und kommerziellen Unternehmen in Regionen, in welchen die Energiepreise durch den Spitzenbedarf beeinflusst werden. Auch vom allgemeinen Netz unabhängige Stromnetze, die Deckung der Spitzenlast in wachsenden Märkten sowie neue Großkraftwerke sieht McKinsey als Wachstumstreiber. Laut McKinsey sind viele dieser Märkte schon jetzt wirtschaftlich lohnend, darunter der Markt für netzunabhängige Photovoltaik und eigenständige Stromnetze. Weitere Märkte sollen bis 2014 wettbewerbsfähig werden. Das Beratungsunternehmen erwartet bis 2020 das stärkste Wachstum in den Märkten für private Solarstromanlagen und kommerzielle PV-Anlagen in den “Sonnengürtel”-Regionen wie Kalifornien, Spanien und Italien, sowie einen Rekordzubau in Indien, im Mittleren Osten, in Afrika und China. Quelle: McKinsey and Company

Willi Harhammer

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