Zeit für den Qualitätscheck! Veraltete Heizöltanks in deutschen Kellern entsprechen häufig nicht mehr dem heutigen Stand der Technik

Würzburg/Berlin im Mai 2015. Das Ergebnis war alarmierend: An über 50 Prozent privater Heizölanlagen wurden bei der Erstprüfung erhebliche Mängel festgestellt, so das Ergebnis der Sachverständigen-Organisationen zur bundesweiten Überprüfung von Heizölanlagen. Insgesamt bezieht sich diese statistische Auswertung auf eine Erstüberprüfung von 1,12 Mio. Heizölanlagen im Zeitraum 1999 bis 2012. Eigentlich nicht überraschend, sind doch über drei Millionen Heizöltanks in Deutschland zwischen 25 und 30 Jahre alt, über eine halbe Millionen sogar älter als 30 Jahre. Teilweise sind gerade in die Jahre gekommenen Heizöltanks noch nie von einem zugelassenen Fachbetrieb gewartet worden. Damit befinden sich viele Besitzer einer älteren, privaten Öltankanlage in einem recht unsicheren Gewässer, halten die Anlagenverordnungen der Länder doch unstrittig fest, dass jeder Hausbesitzer für den ordnungsgerechten und sicheren Betrieb seiner Tankanlage verantwortlich ist. Die fehlende Überprüfungspflicht in Deutschland wiegt den privaten Bauherrn dabei in trügerischer Sicherheit, ganz nach dem Motto „Ohne Vorschrift auch keine Verpflichtung“! Leider muss es eher heißen „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“.

Werden Öltankanlagen also nicht regelmäßig in Eigeninitiative auf mögliche technische Mängel untersucht, kann dies durchaus unangenehme Folgen haben. Denn ohne einen sicherheitsgeprüften Betrieb ist im Schadensfall der Hausbesitzer persönlich haftbar – auch für alle verursachten Umweltschäden. Die Öltankversicherung – falls überhaupt abgeschlossen – kommt für die Schäden zumeist nicht auf, wenn die Anlage nicht dem heutigen Stand der Technik entspricht. Daher sollten private Hausbesitzer unbedingt eine einmalige Überprüfung ihrer bestehenden Heizöltankanlage durch einen Sachverständigen durchführen lassen und sich im Mängelfall auch zum Austausch entscheiden.

Überalterte Öltankanlagen können aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses eine Vielzahl an Qualitätsmängeln bzw. Verschleißerscheinungen bekommen wie beispielsweise Verformungen oder Korrosionen der Tankwandung, defekte Abfüll- bzw. Überfüllsicherung oder ein zu geringes Rückhaltevolumen. Wobei die häufigsten technischen Mängel laut Erhebung der Sachverständigen-Organisationen den Auffangraum betreffen. Hierbei sind Risse oder Abplatzungen der „Klassiker“ im Bodenbereich, sodass die Gefahr eines Durchsickerns des Heizöls im Schadensfall besteht.

Vor dem Hintergrund dieser Untersuchungsergebnisse und der offensichtlichen Arglosigkeit des Öltankbesitzers haben der Bundesverband Lagerbehälter e.V. und die führenden Sachverständigen-Organisationen die Initiative „Sicherer Öltank“ ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt der Aufklärungsaktion steht das Angebot für den privaten Hausbesitzer, für nur etwa 100 bis 150 Euro eine einmalige, freiwillige Überprüfung seiner Öltankanlage durch einen Sachverständigen durchführen zu lassen. Dazu findet der Heizöltankbesitzer auf einem eigens konzipierten Verbraucherportal unter www.sicherer-öltank.de eine Liste mit über 200 ausgewiesenen Gutachtern zur Tank-Überprüfung – regional geordnet nach Postleitzahlgebiet. Sollte die Untersuchung keine großen Mängelfeststellungen ergeben, kann der Öltankbesitzer sich freuen, nun „auf der sicheren Seite zu sein“. Andernfalls raten die Gutachter sicherlich zu einem Tankaustausch. Wobei sich der Hausbesitzer dann über die umfangreichen Vorteile eines neuen, modernen Heizöltanks freuen kann: Mehr Platz im Heizungskeller aufgrund geringerer Aufstellfläche, mehr Sicherheit durch doppelwandige Kunststoffwände und last but not least kein lästiger Ölgeruch mehr im Kellergeschoss.

Willi Harhammer

Related Posts

Photovoltaikanlage fürs Sportheim

Photovoltaikanlage fürs Sportheim

Photovoltaik Gasthaus Wirtschaft Restaurant Imbiss

Photovoltaik Gasthaus Wirtschaft Restaurant Imbiss

Solaranlage Photovoltaik Kosten sparen

Solaranlage Photovoltaik Kosten sparen

Jetzt auf Wärmepumpe umsteigen

Jetzt auf Wärmepumpe umsteigen

No Comment

Schreibe einen Kommentar