Biogasanlage in Wixhausen im Probebetrieb

Hessens erste Biogasanlage mit Einspeisung ins Erdgasnetz hat ihren Probebetrieb aufgenommen. Dabei werden zunächst Bakterienstämme gezüchtet, die für die Produktion von Biogas erforderlich sind, wie die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) mitteilte. Das Biogas, das die Anlage dann mit Hilfe der Bakterien erzeugt, muss im Probebetrieb ab und zu abgefackelt werden. Die Menge und die Qualität des Gases reichen am Anfang nicht aus, um ins Netz einspeist zu werden. Beim Abfackeln entsteht kein zusätzliches Kohlendioxid. Der Probebetrieb dauert voraussichtlich bis Ende März.

Während des Probebetriebes wird das 3000 Kubikmeter große Gärreste-Silo nach und nach mit Maissilage gefüllt und auf eine Temperatur von 40 Grad beheizt.

Aus 12.550 Tonnen organischen Stoffen produziert die Anlage im Regelbetrieb pro Jahr 2,5 Millionen Kubikmeter Biogas. Diese Menge reicht aus, um ein Neubaugebiet mit über 650 Ein-Familien-Häusern zu versorgen. Die Anlage vermeidet im Vergleich mit konventioneller Energiegewinnung jährlich fast 3.500 Tonnen des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid ein. Die Investitionskosten betragen rund 3,5 Millionen Euro.

Willi Harhammer

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