Erneuerbare Energien bringen mehr Jobs als gedacht

Jobmotor Erneuerbare Energien: Bis 2020 rund 400.000 Arbeitsplätze möglich

Der anhaltende Boom bei Erneuerbaren Energien hat Deutschland im vergangenen Jahr deutlich mehr Stellen gebracht als zunächst angenommen. Laut einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung im Auftrag des deutschen Bundesumweltministeriums (BMU) bot der Wirtschaftszweig 2006 bereits 235.000 Beschäftigten Arbeit. Das bedeutet ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2004 (160.000 Beschäftigte) und gut 20.000 Stellen mehr als in bisherigen Abschätzungen vermutet. Mindestens 134.000 Arbeitsplätze seien direkt auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz zurückzuführen, teilte das BMU heute, Montag, in einer Aussendung mit.

“Der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien ist nicht nur umwelt- und klimapolitisch geboten, sondern auch gut für Innovation, Wachstum und Beschäftigung in Deutschland”, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Mit dem Ende August beschlossenen Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung sei zudem der notwendige Rahmen dafür geschaffen worden, “dass der ‘Jobmotor Erneuerbare’ weiterhin rund laufen wird”. Bis 2020 könnten Prognosen zufolge rund 400.000 Menschen im Bereich erneuerbare Energien tätig sein. Zuvor waren die Wissenschaftler lediglich von 310.000 bis 350.000 Arbeitsplätzen ausgegangen.

Nach Sparten aufgeschlüsselt konnten insbesondere Wind- und Sonnenenergie sowie der Bereich Biomasse mit satten Zuwächsen aufwarten. Die Zahl der Beschäftigten in der Windenergie kletterte etwa um 28 Prozent auf 82.100, die in der Sonnenenergie um 60 Prozent auf 40.200. In der Sparte Biomasse belief sich die Zahl der Arbeitsplätze im vergangenen Jahr auf 95.400 nach 56.800 im Jahr 2004. In einer gesonderten Analyse wurde zudem erstmals auch abgeschätzt, welche Arbeitsplatzwirkungen der Bau von Produktionskapazitäten der Erneuerbare-Energie-Anlagen hatte. Vor allem dank des massiven Ausbaus von Solarfirmen in Ostdeutschland kletterte dieser Wert 2006 auf rund 23.500.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen sind das Ergebnis eines Forschungsvorhabens des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Vorläufige Zwischenergebnisse dieses Vorhabens waren bereits im Februar dieses Jahres veröffentlicht worden. Sie hatten allerdings noch um etwa zehn Prozent unter den aktuellen Werten gelegen.

Willi Harhammer

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