Förderprogramme Photovoltaik 2007

Das Kraftwerk Sonne erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit.
Ganz oben auf dem Wunschzettel der Deutschen stehen – neben sicheren Arbeitsplätzen – der Umweltschutz, bezahlbare Energie und Unabhängigkeit vom Monopol der Energieriesen. Laut aktuellen Umfragen von Emnid und Allensbach sprechen sich mehr als 90 % der Deutschen über alle Parteigrenzen hinweg für eine stärkere Nutzung von Solarenergie aus. Auf dem Weg dahin stehen vielfältige Förderwege offen.

Angesichts stetig steigender Preise im gesamten Energiesektor sind die aktuellen Umfrageergebnisse kein Wunder. Das merken Firmen ebenso wie Otto-Normalverbraucher: an den Heizkosten, an der Zapfsäule, an der Stromrechnung.
Die logische Konsequenz daraus: Regenerative Energien sind “in”, die gesamte Solarbranche ist von einem kräftigen Wachstum erfasst. Laut einer aktuellen Studie der Bundesregierung können bis 2050 in Deutschland knapp 50 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. “Die parallele und zügige Markteinführung aller regenerativen Energietechnologien ist unverzichtbar”, so Udo Möhrstedt, Vorstand bei IBC SOLAR AG, Bad Staffelstein, einem international führenden Photovoltaik-Systemhaus.
Photovoltaik-Anlagen gewinnen Strom aus Sonnenenergie. Kernstück einer solchen Anlage sind Solarmodule. Sie wandeln Sonnenlicht direkt in Strom um, der dann ins öffentliche Netz eingespeist wird.
Förderwege
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bildet die Grundlage dafür und schafft so Investitionssicherheit für den wirtschaftlichen Betrieb jeder bundesdeutschen Photovoltaik-Anlage. Das Gesetz schreibt auch die Einspeise-Vergütungen für den Solarstrom fest. Es stellt zudem sicher, dass der selbst produzierte Solarstrom in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Die Höhe der Vergütung bleibt für den gesamten gesetzlich garantierten Zeitraum gleich, beginnend mit dem Jahr der Inbetriebnahme der Anlage und danach noch 20 Jahre lang. Derzeit sind dies mindestens 37,96 Cent pro kWh für Strom aus Freilandanlagen, höhere Vergütungen bringt Strom, der auf Dächern oder an Fassaden produziert wird. Das einzigartige Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird weltweit zwischenzeitlich von zahlreichen Nationen kopiert und erfolgreich umgesetzt.
Daneben existieren noch andere interessante Förderwege. Sinnvoll ist es, Förderprogramme und Konditionen immer aktuell abzufragen, da diese kontinuierlich modifiziert bzw. aktuell den Marktgegebenheiten angepasst werden.
Die aktuellen Vergütungssätze des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2007

 
Freilandanlagen:
37,96 Cent pro kWh
 
 
 
Dachanlagen:
49,21 Cent pro kWh bis 30 kW Leistung
46,82 Cent pro kWh, Anlagenteil 30-100 kW
46,30 Cent pro kWh, Anlagenteil über 100 kW
 
 
 
Fassadenanlagen:
54,21 Cent pro kWh bis 30 kW Leistung
51,82 Cent pro kWh, Anlagenteil 30-100 kW
51,30 Cent pro kWh, Anlagenteil über 100 kW
 
 
 
So kommen Häuslebauer, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Freiberufler und auch Landwirte in den Genuss günstiger Finanzierungskonditionen der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Z.B. mit dem Programm “Solarstrom erzeugen” für kleinere und mittlere Anlagen bis 50.000 Euro Obergrenze. Für größere Anlagen über 50.000 Euro gibt’s das “KfW-Umweltprogramm” oder das “ERP Umwelt- und Energiesparprogramm West”. Speziell für Landwirte steht zusätzlich das Sonderkreditprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank zur Verfügung. In Bayern bietet die dortige LfA Förderbank für Freiberufler und KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen) der gewerblichen Wirtschaft mit dem “Universalkredit” einen zusätzlichen Finanzierungsweg. Alle aufgezeigten Finanzierungsmöglichkeiten werden übrigens mit der Hausbank abgewickelt.
 
 

Willi Harhammer

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