Solarstrom kann man steuern

Solarstrom-Produktion exakt vorhersehen: Weltweite Prognosemodelle zur optimalen Netzintegration
Meteorologische Dienstleistungen sind ein wichtiger Baustein zur Netzintegration erneuerbarer Energien. Mit den hochpräzisen Solarstrom-Prognosen der meteocontrol GmbH (Augsburg) können Energieversorger, Stromhändler und Netzbetreiber den solaren Anteil am Energiemix besser einschätzen und die Netzlasten exakt planen, berichtet das Unternehmen. Um diesen Service auch weltweit bereitzustellen, hat meteocontrol die Zusammenarbeit mit dem Wetterdienstleister Meteomedia intensiviert und Solarstrom-Prognosen entwickelt, die nach Angaben des Unternehmens auf einer in dieser Form einmaligen Datenverknüpfung basieren. Daraus ergäben sich präzise und zuverlässige Prognosen über die zu erwartende Solarstrom-Menge – für jeden Anlagenstandort weltweit.
Globalstrahlungsprognosen und Ertragsdaten von über 32.000 Photovoltaik-Anlagen
Die Solarstromprognosen basieren einerseits auf den Globalstrahlungsprognosen des führenden privaten Wetterdienstleisters Meteomedia und andererseits auf den Ertragsdaten von über 32.000 von meteocontrol überwachten Photovoltaik-Anlagen. Genau diese Kombination zeichne die hohe Qualität der Prognosen aus und liefere der Energiewirtschaft ein effektives Werkzeug, um Planungen zu verbessern, Optimierungspotentiale zu nutzen und eine größtmögliche Wirtschaftlichkeit zu erreichen.
Lokal messen, lokal vorhersagen
Die Meteomedia GmbH mit Sitz in Bochum betreibt laut meteocontrol als einziger privater Wetterdienst ein eigenes Messnetz mit insgesamt rund 850 Wetterstationen in Deutschland und in der Schweiz. Zusätzlich beziehe Meteomedia die Messdaten aller nationalen Wetterdienste und habe damit Zugriff auf über 174.000 Stationen. Diese hohe Messnetzdichte, kombiniert mit Prognosemodellen, die Meteomedia speziell für die Energiewirtschaft entwickelt hat, ermöglichen eine präzise Vorhersage von Wetterentwicklungen auf lokaler Ebene. Die firmeninterne Entwicklungsabteilung arbeite kontinuierlich an der Optimierung des eigenen Statistik-Vorhersagemodells (MOS = Model Output Statistics), das die voraussichtlich eintreffende Wetterlage mit zurückliegenden Ereignissen vergleicht. Punktgenau würden so die Prognosen veredelt und mit Hilfe von Ensemble-Berechnungen die Wahrscheinlichkeiten für das Eintreffen bestimmter Wetterparameter ermittelt. Anhand der Messnetzdaten aus der Vergangenheit und den fortlaufenden, aktuellen Vergleichswerten werden Korrelationen zu vergangener Netzlast ermittelt. Diese Zusammenhänge seien beispielsweise bei der Berechnung von Lastgangsprognosen unverzichtbar. Einen besonderen Service biete Meteomedia mit einer meteorologischen Hotline: Rund um die Uhr können sich auch die Kunden der meteocontrol beraten lassen und die weitere Wetterentwicklung erfahren.
Strahlungsdaten und reale Ertragsdaten
Für die Erstellung der Solarstrom-Prognosen werden zunächst die Vorhersagen mehrerer internationaler Wettermodelle mit den Messwerten der Meteomedia verknüpft. Dann erfolgt ein Abgleich mit den Ertragsdaten der über 32.000 Solarstromanlagen, die meteocontrol im safer´Sun-Portal aktuell überwacht. Im Unterschied zu herkömmlichen Solarstrom-Prognosen lägen damit keine Annahmen sondern reale Betriebsdaten zu Grunde sowie über 30-jährige Erfahrung in der Fernüberwachung von Photovoltaik-Anlagen, betont meteocontrol.
Hohe Datendichte für weltweite Solarstrom-Prognosen
Mit mehr als 7,1 Gigawatt (GWp) überwachter Leistung greife meteocontrol auf eine äußerst repräsentative Berechnungsgrundlage zurück. Dies begründe die hohe Präzision der Prognosen und ergebe in Verbindung mit den Wetterdaten der Meteomedia eine Datendichte, die in dieser Form zur Berechnung von Solarstrom-Prognosen einmalig sei – weltweit für jeden Anlagenstandort. Für den europäischen Raum ist meteocontrol bereits seit 2008 Anbieter von Solarstrom-Prognosen. Diese werden in Kooperation mit der Universität Oldenburg erstellt und sind seither bei den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern im Einsatz. Auch Direktvermarkter nutzen den Prognoseservice für den day-ahead- und intra-day-Handel gewinnbringend. Basis hierfür sind die von der Universität Oldenburg entwickelten Verfahren zur Kurzfristprognose mit integrierter Wolkenzugvorhersage.
Überwachungslösungen für jede Betriebsgröße
Der Augsburger Photovoltaik-Dienstleister ist nach eigenen Angaben mit einem globalen Marktanteil von rund 14 Prozent weltweit führend in der professionellen Überwachung von Photovoltaik-Anlagen und bietet Überwachungslösungen für jede Betriebsgröße. In enger Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen begleite meteocontrol im Bereich der Qualitätssicherung PV-Anlagen mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund zehn Milliarden Euro. Mit den in Zusammenarbeit mit Meteomedia entwickelten Solarstrom-Prognosen optimiert meteocontrol das umfangreiche Beratungs- und Dienstleistungsangebot rund um Planung, Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen. Weitere gemeinschaftliche Dienstleistungen seien bereits angedacht – so zum Beispiel im Bereich der Gebäudeautomatisierung. 06.05.2013 Quelle: meteocontrol GmbH

Willi Harhammer

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